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Fachbegriffe

Antiskating

Kompensation der aus Tonargeometrie und dem Zug des sich drehenden Platten­tellers resultierenden Kraft (Skating), die den Tonarm zur Plattenmitte drückt und ohne Antiskating die Symmetrie der Ab­tastung beeinträchtigen würde.

Auflagekraft

Die Auflagekraft der Abtastnadel wird in Pond (p) gemessen. Anstelle von Pond (p) wird die aufgrund internationaler Verein­barung eingeführte Krafteinheit Millinewton (mN) verwendet (ein Millinewton entspricht ungefähr 0,1 p).

Balance

Optimales Lautstärkeverhältnis zwischen zwei (Stereo) oder vier (Quadro) Kanälen einer Anlage, bezogen auf den Sitzplatz der Zuhörer. Mit den Balance- oder Pegel­reglern wird ein akustisch ungünstiges Raum-Sitzverhältnis oder durch asymme­trische Lautsprecheranordnung beeinträch­tigtes Klangbild ausgeglichen und damit das akustische Gleichgewicht hergestellt.

Bandrauschen

Grundgeräusche eines Spulen- oder Cassettentonbandes, hervorgerufen durch Ungleichmäßigkeiten der magnetischen Schicht oder aber zusätzlich auch durch Staub- oder Schmutzeinwirkung.

Compliance

Nachgiebigkeit der Abtastnadel im
Tonabnehmersystem. Hohe Compliance bedeutet die Abtastnadel kann auch bei kleiner (schonender) Auflagekraft den Rillenauslenkungen der Platte optimal fol­gen und große Amplituden verzerrungsfrei abtasten.

Cynch-Stecker-Buchse

Auch RCA-Steckverbindung -> Einpolige, coaxiale Steckverbindung

Dauertonleistung

Auch Sinus- oder Nennleistung. Ist die Ausgangsleistung eines Verstärkers, die bei Ansteuerung mit einem Sinuston von 1 kHz bei einem Klirrfaktor von maximal 1% mindestens zehn Minuten lang abgegeben werden kann.

Decoder

Entschlüsselt (decodiert), z.B. Matrix -Quadrofonie-Systeme, die in zwei Über­tragungskanälen zusätzlich verschlüsselt enthaltenen (codierten) Tonaufnahmen in vier Kanäle für quadrofone Wiedergabe aufspaltet.

Dezibel (dB)

Logarithmisches Verhältnismaß zweier Meßwerte, z.B. Eingangs- und Ausgangs-spannung, mit dem Spannungs- oder Leistungsverhältnisse dargestellt werden. Wird zur Angabe von Dynamik, Kanal­trennung, Aussteuerung, Geräuschabstand und anderer technischen Daten verwendet.

Direktantrieb

Beim Direktantrieb liegt der Plattenteller direkt auf dem Motor auf; die Motorachse stellt ebenfalls den Mittelpunkt des Plattentellers dar. Verschleißteile, wie Riemen oder Reibrad sind somit überflüssig. Ein gutgemachter Direktantrieb braucht sich nicht hinter den Riementrieblern zu verstecken - auch wenn High End - Schmieden gerne das Gegenteil behaupten.
Quarzgesteuerte Direktantriebe beziehen ihre Referenzdrehzahl quarzgenau über eine entsprechende Schaltung. 

Dolby NR-System

Elektronisches Verfahren zur Verminderung des Eigenrauschens von Tonbändern. Dabei werden leise Musikpassagen bei der Aufnahme ausreichend weit über die Laut­stärke des Bandgeräusches angehoben. Diese Pegelanhebung verläuft bei der Wiedergabe diametral. Beim Absenken der Musik wird auch das Bandgeräusch pro­portional so weit abgesenkt, daß eine gehör­mäßig rauschfreie Wiedergabe gesichert ist

Empfindlichkeit

Maß für die Fähigkeit eines Rundfunk­empfängers (Tuners), schwache oder weit entfernte Sender zu empfangen. Wird im UKW-Bereich in Mikrovolt (uV) angegeben. Das ist der millionste Teil eines Volt. Bei Verstärkern versteht man unter der Empfindlichkeit die für Vollaussteuerung der Endstufen erforderliche Eingangs­spannung.

Geräuschspannungsabstand

Das Verhältnis zwischen Stör- und Nutz­signal. Wird in dB angegeben.

Gleichlauf

Konstante Rotation des Plattentellers bzw. konstante Bandgeschwindigkeit. Erfordert hochwertigen konstruktiven Aufwand. Abweichungen vom Gleichlauf machen sich als Tonhöhenschwankungen bemerkbar und werden in % angegeben.


Halbautomaten

Bei halbautomatischen Plattenspielern wird der Tonarm am Ende der Platte automatisch in die Ruheposition zurückgeführt und der Motor des Plattenspielers abgeschaltet.

High Fidelity

heißt höchste Naturtreue: die Wiedergabe darf sich vom Original beim direkten Vergleich nur in festgelegten Nuancen unterscheiden. Die Bedingungen für HiFi-Geräte sind in Deutschland mit DIN 45 500 (Norm für Geräte der Heimstudio-Technik, HiFi) festgelegt.  Alle Dual HiFi-Stereo-Anlagen und -Componenten erfüllen bzw. übertreffen die Anforderungen nach DIN 45 500

Lautsprecher-Matrix

entschlüsselt die in Stereo-Aufnahmen enthaltenen Differenz-Signale und führt diese den beiden rückwärtigen Lautspre­cherboxen zu.

Millinewton (mN) Siehe Auflagekraft

Mode Selector

Der Dual »Mode Selector" ist die technisch einwandfreie Lösung zur Einhaltung des vertikalen Spurwinkels bei Plattenwechselbetrieb. Beim Einzelspiel liegt der Tonarm waagerecht zur Schallplatte Zum Platten­wechseln wird auf »multi« (Multi-Play) umgeschaltet. Das Tonarmlager und damit der Tonarm wird angehoben und auf die Mitte des Schallplattenstapels ausgerichtet

Musikleistung

(engl. dynamic power) wird die für kurze Lautstärkespitzen verfügbare höchste Leistung eines Verstärkers genannt, bei der noch keine Verzerrungen hörbar sind

Physiologische Lautstärkeregelung

Das menschliche Ohr wird bei abnehmen­der Lautstärke für tiefe und hohe Töne zunehmend unempfindlicher. Bei leiser Wiedergabe müssen daher die Bässe und Höhen - dem Hörvermögen angepasst -mehr verstärkt werden als mittlere Frequen­zen. Dies erfolgt durch die physiologische Lautstärkeregelung automatisch.

Receiver

Tuner (Rundfunk-Empfangsgerät) und Ver­stärker in einem Gehäuse. Wird auch als Steuergerät bezeichnet.


Reibradantrieb

Beim Reibradantrieb treibt die Motorwelle ein Gummirad an, welches den Plattenteller in Bewegung setzt. Reibradantriebe neigen im allgemeinen zu leicht erhöhtem Rumpeln (aber nur im hohem Alter bei abgenutzten oder beschädigten Treibrädern) - es gibt  sehr gute reibradgetriebene Geräte die auch extrem viel Spaß machen, vor allem durch den sog. "drive" Faktor.

Riemenantrieb

Bei der wohl gängigsten Antriebsart wird der Plattenteller, der durch einen Gummiriemen mit der Motorwelle verbunden ist, in Bewegung gesetzt


Semi-Automatik

Auto-Stop am Plattenende mit Tonarmanhebung ohne Rückführung des Tonarmes zur Plattenstütze

Spurwinkel-Selector

Umschalteinrichtung zur Einhaltung des vertikalen Spurwinkels bei Plattenwechsel-Betrieb. Im Gegensatz zum Mode Selector wird nicht der Tonarm, sondern das Ton­abnehmersystem für den jeweiligen Be­triebszustand adaptiert.

Stroboskop

dient zur Kontrolle der Plattenteller-Dreh­zahlen. Bei Nenndrehzahl scheinen die Markierungen des Stroboskops stillzu­stehen. Dual Stroboskopscheiben werden zur Drehzahl-Kontrolle auf die Schallplatte gelegt. Einige Dual´s haben eingebaute Glimmlampen zur direkten Kontrolle.

Straight-Tonarm

Von Dual ausschließlich verwendeter Prazisions-Alu-Rohrtonarm. Straight (gerade), weil die Gerade die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist, und ein Dual-Tonarm daher bei optimaler Länge und Steifigkeit konstruktiv mit der geringsten Masse auskommt

Tonarmlift

erlaubt sanftes Aufsetzen und Abheben des Tonarmes an jeder Stelle der Schallplatte, auch zur Spielunterbrechung. Die Absenk­geschwindigkeit ist temperaturunabhängig.

Tönhöhenabstimmung

(pitch control) erlaubt beim Anhören einer Schallplatte individuell Tempi und Tonhöhen zu wählen (Wichtig für Instrumental-Begleitung und Filmszenen-Anpassung)

Tuner

Hochwertiges Rundfunk-Empfangsgerät ohne Leistungsverstärker und Lautsprecher, für Heimstereo- und Stereo-Componenten-Anlagen.


ULM-(Tonarm)

ULM = Ultra Low Mass: Dual entwickelte ende der 70er besonders leichte Tonarme mit entsprechenden Systemen; diese sind qualitativ über jeden Zweifel erhaben (zumindest bei den "besseren" Modellen), jedoch benötigen sie spezielle Tonabnehmer, die nicht mehr produziert werden. Man kommt jedoch noch ziemlich einfach an Ersatznadeln heran.
Für die Montage von gängigen Halbzollsystemen sind spezielle Adapter erforderlich. Diese kann man z.B. bei www.phonophono.de oder www.mrsytylus.com bestellen, jedoch sind bereits einige ausverkauft oder nur noch schwer erhältlich. Wer also den Kauf eines Plattenspielers mit ULM-Tonarm in Erwägung zieht und die Installation eines neuen Tonabnehmers beabsichtigt, sollte sich vorher informieren, ob der entsprechende Adapter lieferbar ist bzw. schon beim Gerät dabei liegt.

Vertical Tonearm Control

Vertikale Verstelleinrichtung des gesamten Tonarms. Mit dieser in der Studio-Technik bewährten "vertical tonearm control" können auch Systeme mit unterschied­lichem Höhenmaß optimal auf die Schall­plattenebene ausgerichtet werden.

Vertikaler Spurwinkel

Schallplatten werden international mit einem genormten Winkel des Schneid­stichels geschnitten und sollten auch bei Plattenwechsel-Betrieb genauso abgetastet werden. Siehe »Spurwinkel-Selector« -Mode Selector« und »vertical tonearm


Vollautomaten

Zusätzlich zu der automatischen Tonarmrückführung gibt es bei vollautomatischen Plattenspielern eine Start- und Stopfunktion; durch Umlegen/Drücken des entsprechenden Hebels/Knopfes wird der Motor eingeschaltet und der Tonarm an den Anfang der Platte bewegt. Mit der Stop-Funktion lässt sich die Wiedergabe an beliebiger Stelle abbrechen. Meist gibt zusätzlich noch eine Endloswiedergabe, wo der Tonarm nach Ende der Platte wieder am Anfang aufsetzt und somit die Wiedergabe der Schallplatte beliebig oft wiederholt.
Viele sagen, dass automatische Plattenspieler schlechter klingen als die manuellen. Wer sich mal die Mechanik angesehen hat, der weiß, dass bei laufender Wiedergabe der Arm frei von jeglicher Mechanik ist. Wer eine komfortablere Bedienung wünscht, der kann guten Gewissens auf einen Automatikdreher zurückgreifen, ohne klangliche Einbußen hinnehmen zu müssen.